Natur- & Vogelschutz 

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich der Bergverein verstärkt dem Schutz der heimischen Vogelwelt. 1952 wurden die ersten selbst gebauten Nistkästen angebracht, 1959 war die Zahl bereits auf über 100 gestiegen. Gegen Ende der 60iger Jahre begann man, die Nisthöhlen aus Holz gegen solche aus Holzbeton ( auszutauschen und sie um weitere Kästen zu ergänzen. 

1976 konnten diese Bemühungen mit einer Ausstellung "25 Jahre Vogelschutz am Schlossberg" gefeiert werden.

Heute betrachtet der Bergverein den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Schlossberg als eine seiner wichtigsten Aufgaben. . Die insgesamt 136 Nistkästen werden regelmäßig kontrolliert und gereinigt. Bewohnt werden sie nicht nur von Blaumeisen, Grünfinken, Kohlmeisen, Gartenrotschwänzen, Rotkehlchen, Trauerschnäppern und Kleibern, sondern auch von Fledermäusen, Haselmäusen, Hornissen und anderen Insekten. 
So wird stets ein Amt in der Vorstandschaft als Vogel- sowie ein Jungvogelwart besetzt.

Bruthöhlen für Vögel und Fledermäuse

Überall auf dem Schlossberg verteilt findet man in den
Bäumen verschiedenste Nistkästen für heimische Vogelarten.
Diese Nistkästen haben eine lange Tradition. 1952
wurden die ersten selbstgebauten Nistkästen aufgehängt. 
Der Bergverein begann 1967 mit dem Austausch
der bis dahin schon über 100 aufgehängten Nisthöhlen aus
Holz gegen neue Nisthöhlen aus Holzbeton, einem reinen
Naturprodukt aus ca. 75% Holz und klimaausgleichenden
Materialien wie Ton oder Lehm. Nach
einer Jubiläumsfeier „25 Jahre Vogelschutz am Schlossberg“
wurde 1976 begonnen, den Vogelschutz am Berg auch durch
Vorträge und Ausstellungen der Bevölkerung näherzubringen.
So wurde z. B. in der Aula der Hauptschule eine
Landschaft mit präparierten Vogelarten aufgebaut. 

Jährliche Nistkastenkontrolle

Jedes Jahr im Frühling, noch bevor die ersten Vögel mit der Brut beginnen, machen sich mehrere Teams unter Leitung der Vogelwarte auf, um alle Nistkästen am Schloßberg zu kontrollieren.

Dabei werden die Nistkästen geöffnet, die letztjährigen Nester katalogisiert, für die neue Brut gesäubert und wieder verschlossen.

Wenn es die Zeit der Vereinsmitglieder zulässt, werden auch schon Bruthöhlen bei Winteranfang gereinigt, damit sie Im Winter von  Fledermäusen, Mäusen oder Siebenschläfern als Quartier genutzt werden können.

Art des Jahres 2026

Der Igel 

Ab diesem Jahr stellen wir in jedes Jahr eine heimische Tierart vor, die besondere Aufmerksamkeit verdient. 
Den Anfang macht 2026 der Igel. 
Er ist ein wichtiger Insektenfresser in Gärten und Waldrändern, doch Trockenheit, Verkehr und fehlende Verstecke machen ihm zunehmend zu schaffen. 
Besonders Jungtiere haben es schwer, wenn sie im Herbst zu leicht sind oder zu spät geboren werden. 
Was jeder zuhause für den Igel tun kann: 
• Laub- und Reisighaufen als natürliche Verstecke liegen lassen 
• Mähroboter vor allem ab Dämmerung vermeiden 
• Kleine Durchgänge (ca. 10×10 cm) im Gartenzaun schaffen 
• Keine Gifte wie Schneckenkorn oder Insektizide verwenden 
• Naturnahe Gartenecken statt Steingärten 
• Flache Wasserstellen bereitstellen 
• Igelhaus im Herbst aufstellen (trocken, zugluftfrei, katzensicher) Geeignetes Futter: 
• Katzenfutter - ganzjährig möglich (nass oder trocken, ohne Soße, am besten mit hohem Fleischanteil - ohne Getreide) 
!!Achtung!! • Milch → verursacht Durchfall und kann tödlich sein 
Goldene Regel: 
▶ Wasser ja – Milch niemals. 
▶ Tierisches Futter ja – Gemüse/Obst nein. 
Faustregel: 
▶ Dauerhafte oder regelmäßige Fütterung immer im Igel-Futterhaus. 
▶ Frei aufstellen nur als schnelle Soforthilfe 

Nur hilfsbedürftige Igel dürfen aufgenommen werden. 
Folgende Fälle gelten als eindeutig: 
• Unter 500 g im Herbst (Oktober/November)  → Überleben den Winter nicht – wiegen und Igelstation kontaktieren. 
• Tagaktive Igel → Immer ein Warnsignal. Igel sind reine Nachttiere. 
• Verletzte oder kranke Tiere → Offene Wunden, Husten, Taumeln, starker Parasitenbefall. 
• Wach im Winter  → Winterschlaf gestört → Tier wiegen und Wildtierhilfe kontaktieren. 
Bei Unsicherheit immer die örtliche Igelstation oder Wildtierhilfe anrufen 

Vogel des Jahres 2025

Seit 1971 küren NABU und LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern) den Vogel des Jahres, inzwischen stimmt ganz Deutschland in einer öffentlichen Wahl über den Jahresvogel ab. Die Wahl zum Vogel des Jahres 2025 hat der Hausrotschwanz gewonnen. 

Früher war der Hausrotschwanz eher im Bergland anzutreffen. Er hat sich aber die menschlichen Siedlungen zu Nutze gemacht und findet dort beste Voraussetzungen, um zu brüten. Durch Haussanierungen hat er es aber immer schwerer, Nistmöglichkeiten zu finden. 

  • 13-15 cm groß
  • Mittel- und Langstreckenzieher, überwintert in Nordafrika und im Nahen Osten
  • von März bis November zu beobachten
  • vibriert ständig mit dem Schwanz 

Zugverhalten

Hausrotschwänze ziehen im Herbst in den Norden Afrikas und in den Nahen Osten. Im Frühling geht es zurück in die Brutgebiete. Jungvögel erschließen sich dann oft neue Reviere. Vereinzelt bleiben Vögel auch im Winter hier. Teilweise ziehen Brutvögel anderer Regionen bei uns durch. 

Nahrung

Insekten, deren Larven sowie Spinnen und Beeren stehen auf dem Speiseplan des Hausrotschwanzes. 

Gefährdung

Hausrotschwänze sind nicht gefährdet, Haussanierungen lassen jedoch ihre Brutnischen verschwinden.